Da der Nationalpark keine wirklichen räumlichen Grenzen besitzt, wird in diesem Zusammenhang auch oft von einer Nationalparkregion in Rheinland-Pfalz, dem Naheland und dem Saarland gesprochen.

Städte wie Birkenfeld, Hermeskeil, Herrstein, Idar-Oberstein, Morbach, Nonnweiler und Thalfang rahmen dieses geschützte Gebiet ein. Als typische Mittelgebirgslandschaft besitzt der Nationalpark viele Höhenzüge, die auf dem Erbeskopf im Naheland mit 816 m N.N den höchsten Punkt der Rheinland-Pfalz erreichen.

Das Gestein, welches hier zu finden ist, besteht überwiegend aus über 380 Millionen Jahre altem Quarzit , welches aus dem Erdzeitalter des Devon stammt. Witterungsprodukte des Quarzitfelsen wie Felsrippen, Moore und Blockschutthalden werden Rosselhalden genannt und stellen ein besonderes Merkmal der Region dar.

Die natürliche Hauptbaumart des Nationalparks ist die Buche, welche fast die Hälfte der Fläche besiedelt. Auch Fichten sind hier zu finden, die als Brotbaum der Forstwirtschaft bezeichnet werden. Allerdings wird diese Baumart nach und nach der Buche weichen müssen.

Lebensräume Nationalpark

In der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald gibt es mehrere Lebensräume: zum einem die typischen kühlen Buchenwälder und zum andere die wärmeren Eichenwäldern an den Nationalparkgrenzen zu der Mosel und der Nahe.

Doch nicht nur Geologie, Boden, Klima, Höhenlage und Breitengrad sind entscheidend für die Art des Lebensraums, sondern auch Einzelstrukturen wie Felsen, staunasse Mulden oder Bauchauen. Sie bilden ökologische Nischen für ganz besondere Tier- und Pflanzenarten.

Doch der größte Einflussfaktor auf den Lebensraum ist der Mensch: Er kann vernichten, erschaffen, gestalten und erhalten. Ziel des Nationalparks ist es diesen Einfluss zu minimieren und die bereits veränderten Bereiche wieder zu ihrem natürlichem Ursprung zurückzuführen.Rangertouren an der Wildenburg und am Keltenpark Otzenhausen bieten einen Einblick in die geologischen Verhältnisse.

Doch nicht nur Natur und Tiere können  im Nationalpark Hunsrück-Hochwald bewundert werden, sondern auch beeindruckende Bergwerke wie z.B. das Besucherbergwerk Herrenberg oder das Kupferbergwerk Fischbach.

Außerdem bieten die Keltensiedlung Altburg, das Vicus Belginum bei Morbach und der keltische Ringwall bei Otzenhausen Gelegenheit in die keltische und römische Geschichte einzutauchen.

Auf der Deutschen Edelsteinstraße finden sich zahlreiche Attraktionen wie das Fachwerkstädtchen Herrstein oder das Wildfreigehege Wildenburg zu Füßen der gleichnamigen Burg. Von den Burgen der Region, Aussichtsplattformen wie dem Idarkopfturm oder dem Erbeskopf kann man eine herrliche Aussicht genießen. Auch für Familien mit Kindern ist der Ausflug in den Hunsrück-Hochwald Nationalpark allemal wert: Sommerrodelbahn und Waldseilklettergarten sorgen für Spaß und Action.

„Großes entsteht immer im Kleinen“ ist das Motto der neuen Saarland Kampagne. Und so hilft auch der Nationalpark, der im Kleinen began, die Region über Ihre Grenzen hinweg bekannter zu machen. Auch die Tourismus Zentrale Saarland GmbH bietet zum Park einige interessante Informationen.