In den nächsten Wochen steht für die Stadt Börfink ein großes Projekt an: Der Rückbau des Ochsenbruchweges im Hunsrück.

Der Ochsenbruch- Hangmoor soll in einen naturnäheren Entwicklungsprozess gebracht werden. Damit kann sich seine Vegetation wieder natürlich und ohne äußeres Eingreifen auf das Moor frei entfalten kann.
Er soll schließlich sich selbst überlassen werden und zur Wildniszone des Nationalparks Hunsrück-Hochwald dazugehören.

Eingriffe im Ochsenbruchmoor im Hunsrück

Der Wandel des Ochsenbruchwegs, der rund 400 m über dem Ochsenbruchmoor im Hunsrück verläuft, soll zu Gunsten des Klimas und des Hochwasserschutzes geschehen.  Jedoch vor allem zu Gunsten des Moores selbst. Denn dieser hat momentan ein zentrales Problem:

Durch den Weg wird Wasser aus dem Moor geführt und an wenigen Stellen konzentriert wieder eingeführt.Dadurch herrscht akuter Wassermangel in der Moorfläche, worunter die Moorvegetation und die Kohlenstoffspeicherung der Pflanzen und der Bodenfläche leiden.

Folgende Änderungen werden deswegen vorgenommen: Die wasserkonzentrierende Wirkung des Ochsenbruchweges soll aufgehoben werden. Dies geschieht durch einen kleinen Eingriff, bei dem die Zuläufe verschlossen und das ankommende Wasser breitflächiger verteilt wird. Dadurch erfolgt ein längeres Verbleiben des Wassers in der Moorfläche. Außerdem tragen der Wasserrückhalt in der Fläche und die verringerte Abflussgeschwindigkeit zur Hochwasserprävention von Flüssen und Bächen bei.

Diese Maßnahmen erfolgen im Rahmen des EU-Life-Projektes „Moore“.

Eine Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig, der sich unmittelbar neben dem Ochsenbruch-Moor befindet, lohnt sich übrigens immer. Die beeindruckende Atmosphäre der offenen Moorlandschaft und die herrliche Aussicht Richtung Südosten über den Nationalpark Hunsrück-Hochwald  hinweg können in aller Ruhe genossen werden, denn der Saar-Hunsrück-Steig wird durch die Naturschutz-Maßnahme des Ochsenbruch-Moors nicht beeinflusst werden.